Keramik kleben: Welcher Kleber hält – auch lebensmittelecht und wasserfest?
Keramik kleben Sie am besten mit einem langsam härtenden Zweikomponenten-Epoxidkleber: Er hält auch schwere Henkel, füllt kleine Spalten und wird nach dem Aushärten wasserfest. Sekundenkleber eignet sich nur für passgenaue Bruchkanten. Hier lesen Sie, welcher Kleber zu welchem Schaden passt, ob Sie aus geklebtem Geschirr wieder essen können und wie die Reparatur Schritt für Schritt gelingt.
Welcher Kleber für Keramik? Die Klebertypen im Vergleich
Für Keramik gibt es keinen Universalkleber, sondern einen passenden Kleber für jeden Schaden. Entscheidend ist, ob die Bruchkanten genau aufeinanderpassen, ob das Stück Gewicht tragen muss und ob es später nass, heiß oder mit Lebensmitteln in Berührung kommt.
| Klebertyp | Gut für | Stärken | Grenzen |
|---|---|---|---|
| 2K-Epoxidkleber, langsam härtend („endfest“) | Henkel, Teller und Schalen aus mehreren Teilen, schwere Steinzeugstücke | sehr fest, füllt kleine Spalten, nach dem Aushärten wasserfest; bis zu 90 Minuten Zeit zum Ausrichten | Komponenten müssen genau gemischt werden; belastbar nach etwa 12 Stunden, endfest nach rund 24 Stunden |
| 2K-Epoxidkleber, schnell (5-Minuten-Kleber) | kleine Reparaturen, bei denen Sie die Teile kurz von Hand halten | nach wenigen Minuten handfest | wenig Zeit zum Ausrichten, meist spröder und weniger belastbar als die langsamen Sorten |
| Sekundenkleber (Cyanacrylat), flüssig oder als Gel | passgenaue Bruchkanten, Figuren, kleine abgebrochene Deko-Teile | hält nach Sekunden, sehr dünne Fuge | füllt keine Spalten, ist spröde, verträgt dauerhafte Feuchtigkeit und Hitze schlecht, kann einen weißen Schleier um die Fuge bilden |
| Elastischer Reparaturkleber (Polymer- oder Hybridkleber) | unebene Bruchkanten, Blumentöpfe, Gartenkeramik | füllt auch größere Spalten, bleibt elastisch, wasserfest und witterungsbeständig | Fuge bleibt sichtbar, nicht so starr wie Epoxid |
| Silikon (Sanitär- oder Aquariumsilikon) | Risse in Übertöpfen und Vasen von innen abdichten | wasserdicht und dauerelastisch | klebt nicht tragfähig; Sanitärsilikon enthält Mittel gegen Schimmel und gehört nie an Geschirr |
| Keramik-Reparaturset (2K-Spachtel und Lack) | Abplatzer an Waschbecken, Fliesen und Duschwannen | füllt Löcher, meist in passenden Weißtönen | für Badkeramik gedacht, nicht für Flächen, die Lebensmittel berühren |
| Kintsugi (Urushi-Lack oder Set mit Kunstharz und Metallpulver) | sichtbare, dekorative Reparatur | macht den Bruch zum Schmuck | echtes Urushi braucht Wochen; Sets mit Epoxidharz sind meist nicht für Lebensmittel gedacht |
Kurz gesagt: Für Geschirr ist ein langsam härtender 2K-Epoxidkleber die erste Wahl, für Deko und passgenaue Kleinteile reicht Sekundenkleber, für Blumentöpfe eignen sich ein elastischer Reparaturkleber und Silikon.
Was im Handel als „Porzellankleber“ oder „Keramikkleber“ verkauft wird, ist meist Sekundenkleber in besonderer Konsistenz oder ein lösemittelhaltiger Spezialkleber. Ein Blick auf die Rückseite verrät, welcher Klebstofftyp darin steckt – und damit, was Sie von der Fuge erwarten können. Manche lösemittelhaltigen Porzellankleber trocknen weiß: Auf weißem Porzellan fällt die Fuge kaum auf, auf dunklen Glasuren dagegen deutlich.
Lebensmittelecht, wasserfest, spülmaschinenfest: Was die Angaben bedeuten
Die Begriffe auf der Verpackung klingen ähnlich, versprechen aber sehr Unterschiedliches. Ein wasserfester Kleber ist noch lange nicht spülmaschinenfest, und ein spülmaschinenfester noch nicht lebensmittelecht.
| Angabe auf der Packung | Was sie bedeutet | Was das für Geschirr heißt |
|---|---|---|
| „wasserfest“ | Die ausgehärtete Fuge löst sich in Wasser nicht auf. | Abspülen ist kein Problem, langes Einweichen in heißem Wasser schon. |
| „spülmaschinenfest“ | Der Hersteller hat Spülgänge getestet; Bedingungen und Zahl der Durchgänge stehen selten dabei. | Heiße Lauge greift jede Fuge mit der Zeit an. Handwäsche verlängert die Lebensdauer deutlich. |
| „temperaturbeständig bis … °C“ | Bis zu dieser Temperatur hält die Fuge laut Datenblatt; bei vielen 2K-Klebern liegt sie um 100 °C. | Kochendes Wasser liegt an der Grenze, Backofen und Herdplatte sind tabu. |
| „lebensmittelecht“ | Herstellerangabe, dass nach vollständiger Aushärtung keine bedenklichen Stoffe in Lebensmittel übergehen – oft nur unter bestimmten Bedingungen. | Nur verlassen, wenn genau dasteht, für welche Lebensmittel und Temperaturen das gilt, und erst nach der vollen Aushärtezeit. |
Gut zu wissen: Für Klebstoffe gibt es in der EU bisher keine eigene Einzelvorschrift zum Kontakt mit Lebensmitteln. Es gilt nur die allgemeine Rahmenverordnung (EG) Nr. 1935/2004, nach der Materialien keine Stoffe in gesundheitlich bedenklichen Mengen an Lebensmittel abgeben dürfen. Ob ein Kleber „lebensmittelecht“ ist, beruht deshalb immer auf der Prüfung und Aussage des Herstellers. Was die Zeichen auf Geschirr selbst bedeuten, erklären wir im Ratgeber Symbole auf Geschirr.
Kann man aus geklebter Keramik wieder essen und trinken?
Die ehrliche Antwort: Es kommt darauf an, wo die Klebefuge liegt. Stellen Sie sich drei Fragen – berührt die Fuge Speisen oder Getränke, wird sie heiß, und muss sie Gewicht tragen? Je öfter die Antwort „ja“ lautet, desto eher gehört das Stück ins Regal statt auf den Esstisch.
| Schaden | Fuge berührt Lebensmittel? | Unsere Empfehlung |
|---|---|---|
| Knauf am Deckel abgebrochen (Zuckerdose, Butterdose) | nein | weiter benutzen, von Hand spülen |
| Stück vom Standring oder von der Außenwand einer Schale | nein | weiter benutzen, von Hand spülen, nicht in Mikrowelle und Backofen |
| Henkel einer Tasse oder Kanne | nein, aber Gewicht und Wärme | nur für kalte Getränke oder als Stifte- und Pinselbecher |
| Teller oder Schale quer durchgebrochen | ja | als Deko, Untersetzer für Topfpflanzen oder Schmuckschale nutzen; zum Essen höchstens mit ausdrücklich lebensmittelechtem Kleber und nur für kalte, trockene Speisen |
| Riss in Tasse, Kanne oder Auflaufform | ja, dazu Hitze | nicht mehr für Heißes verwenden, Auflaufformen ersetzen |
| Abplatzer am Trinkrand | ja, Lippenkontakt | nicht auffüllen, scharfe Kante glätten oder Tasse ersetzen |
Für alles, was Sie nach dem Kleben weiter benutzen, gelten drei Regeln:
- von Hand spülen und nicht lange einweichen
- nicht in die Mikrowelle, den Backofen oder auf die Warmhalteplatte stellen
- Temperaturschocks vermeiden, also kein kochendes Wasser in ein kaltes Gefäß gießen
Keramik kleben: Anleitung Schritt für Schritt
Sie brauchen einen langsam härtenden 2K-Epoxidkleber, Isopropanol (Isopropylalkohol aus Apotheke oder Drogerie) oder Spiritus, ein fusselfreies Tuch, Kreppband, Zahnstocher, Einweghandschuhe und eine Schale mit Sand oder Reis als Halterung.
- Scherben sammeln: Legen Sie alle Teile auf ein Tuch, auch kleine Splitter – fehlen sie später, bleibt eine Lücke.
- Bruchkanten säubern: mit warmem Wasser und Spülmittel waschen, gründlich trocknen lassen und mit Isopropanol entfetten. Unglasierte Terrakotta, die Wasser aufgenommen hat, lassen Sie am besten über Nacht trocknen.
- Trocken anpassen: Setzen Sie die Teile ohne Kleber zusammen, legen Sie die Reihenfolge fest und schneiden Sie Kreppbandstreifen vor.
- Kleber anmischen: beide Komponenten im angegebenen Verhältnis (meist 1:1) gründlich verrühren.
- Dünn auftragen: mit dem Zahnstocher auf eine Bruchkante. Zu viel Kleber drückt die Teile auseinander und quillt heraus.
- Zusammenfügen und fixieren: Teile mit leichtem Druck zusammenschieben und mit dem Fingernagel quer über die Fuge fahren – es darf keine Stufe zu spüren sein. Dann mit Kreppband unter leichtem Zug sichern oder das Stück senkrecht in Sand oder Reis stellen.
- Überschuss entfernen: solange der Kleber weich ist, mit einem Wattestäbchen und Isopropanol abwischen.
- Aushärten lassen: bei Zimmertemperatur ungestört. Langsam härtende Kleber sind nach etwa 12 Stunden belastbar und nach rund 24 Stunden endfest – erst dann benutzen.
In kalten Räumen härtet Epoxid deutlich langsamer. Arbeiten Sie bei normaler Zimmertemperatur und warten Sie im Zweifel einen Tag länger.
Henkel ankleben: Tasse und Kanne reparieren
Ein abgebrochener Henkel ist der häufigste Schaden an Tassen. Die Bruchfläche ist klein, der Henkel wirkt aber wie ein Hebel. Deshalb hält hier nur ein 2K-Epoxidkleber dauerhaft – Sekundenkleber ist zu spröde.
- beide Bruchstellen säubern und entfetten
- Kleber dünn auf die Bruchflächen des Henkels geben
- die Tasse auf die Seite legen, Henkel nach oben, sodass er durch sein eigenes Gewicht auf den Bruchstellen liegt
- mit Kreppband in zwei Richtungen sichern und 24 Stunden nicht bewegen
Danach ist die Tasse ein guter Becher für Stifte, Pinsel oder Kräuter. Für heiße Getränke raten wir davon ab: Die Fuge wird bei jedem Kaffee warm, und ein nachgebender Henkel bei 300 ml heißem Inhalt bedeutet Verbrühungsgefahr. Bei Kannen gilt das umso mehr – eine volle Teekanne wiegt schnell über ein Kilo.
Teller und Schalen aus mehreren Scherben kleben
Je mehr Teile, desto wichtiger die Reihenfolge. Beginnen Sie mit den beiden größten Scherben und setzen Sie die kleineren nacheinander an. Mit einem langsam härtenden Epoxid können Sie auch alle Teile in einem Durchgang kleben, solange sich die Fugen noch ausrichten lassen. Wer in mehreren Etappen klebt, riskiert, dass sich kleine Versätze addieren und das letzte Stück nicht mehr passt.
Stellen Sie den Teller senkrecht in eine Schale mit Sand oder Reis, damit die Schwerkraft die Teile zusammenhält, und spannen Sie Kreppband auf Vorder- und Rückseite quer über die Fugen. Auf matten Glasuren lässt sich überquellender Kleber schwerer entfernen als auf glänzenden; kleben Sie dort die Ränder der Fuge vorher mit Kreppband ab. Fehlende Splitter füllen Sie anschließend mit Spachtelmasse, wie im nächsten Abschnitt beschrieben.
Abgeplatzte Keramik reparieren und Lücken füllen
Fehlt ein Stück, hilft Kleber allein nicht. Die Lücke füllen Sie mit einer 2K-Epoxid-Spachtelmasse oder Reparaturknete: Diese Massen lassen sich modellieren und nach dem Aushärten schleifen.
- Stelle säubern und mit Isopropanol entfetten
- Masse anmischen und etwas über das Niveau der Oberfläche hinaus einarbeiten
- nach dem vollständigen Aushärten mit Nassschleifpapier bündig schleifen, erst mit Körnung 400, dann mit 800 bis 1000
- mit Acrylfarbe im Ton der Glasur tupfen und mit Klarlack versiegeln, ohne Einbrennen
Am Trinkrand und auf Flächen, die Essen berühren, raten wir vom Auffüllen ab: Lack und Spachtel sind keine Glasur. Besser ist es, die scharfe Kante mit feinem Nassschleifpapier oder einer Diamantfeile zu brechen. Dicht gebranntes Steinzeug und Porzellan nehmen an einer kleinen, glatten Stelle kaum Wasser auf; bei porösem Steingut zieht dagegen Flüssigkeit in den Scherben – solche Tassen sortieren Sie besser aus. Wie sich die Materialien unterscheiden, erklärt unser Ratgeber Steinzeug, Steingut und Porzellan im Vergleich.
Ein Keramik-Reparaturset aus dem Baumarkt enthält meist einen 2K-Füller und einen Lack in Weißtönen. Es ist für Waschbecken, Duschwannen und Fliesen gedacht und dort eine gute Lösung; an Geschirr verwenden Sie es höchstens außen und am Fuß.
Bei antikem oder gesammeltem Porzellan lassen Sie Kleber und Spachtel besser weg: Eine Reparatur in Eigenregie mindert den Wert. Restauratorinnen und Restauratoren arbeiten mit Klebstoffen, die sich später wieder lösen lassen. Ob ein Stück wertvoll ist, verrät oft die Bodenmarke – mehr dazu unter Porzellanmarken erkennen.
Blumentöpfe, Vasen und Gartenkeramik kleben
Bei Pflanzgefäßen zählt weniger die Optik als die Dichtheit. Gebrochene Blumentöpfe und Übertöpfe kleben Sie mit einem elastischen Reparaturkleber oder mit 2K-Epoxid; einen Riss, durch den Wasser sickert, dichten Sie zusätzlich von innen mit Silikon ab.
- Terrakotta und unglasierte Töpfe vor dem Kleben vollständig trocknen lassen – auf feuchtem, porösem Scherben hält kein Kleber
- den geklebten Topf nicht direkt bepflanzen, sondern einen Kunststoff-Kulturtopf hineinstellen, der Gießwasser und Wurzeldruck von der Fuge fernhält
- eine Vase mit Haarriss von innen mit Silikon oder klarem Epoxid versiegeln oder ein Wasserglas als Einsatz hineinstellen
- draußen geklebte Kübel vor dem ersten Frost ins Haus oder an einen geschützten Platz bringen: Wasser, das in Risse und Fugen zieht, dehnt sich beim Gefrieren aus und sprengt sie
Mehr zum Schutz großer Gefäße lesen Sie im Ratgeber Pflanzkübel im Winter. Für Zimmerpflanzen sind Übertöpfe aus Keramik ohne Abzugsloch eine gute Wahl: Sie sind innen glasiert, und der Kulturtopf darin lässt sich zum Gießen herausnehmen.
Kintsugi: Keramik mit Gold reparieren
Kintsugi, wörtlich etwa „Goldverbindung“, ist eine japanische Reparaturtechnik: Die Bruchstellen werden mit Urushi-Lack, dem Harz des Lackbaums, verklebt und anschließend mit Goldpulver bestäubt. Der Bruch wird nicht versteckt, sondern betont – ein Gedanke, der eng mit der Ästhetik des Wabi-Sabi verbunden ist.
| Merkmal | Traditionell mit Urushi | Set mit Kunstharz |
|---|---|---|
| Bindemittel | Urushi-Lack, oft mit Mehl oder Tonpulver angedickt | 2K-Epoxid oder ein anderer Kunstharzkleber |
| Dauer | mehrere Wochen; jede Schicht härtet in feuchter Wärme aus | ein bis zwei Tage |
| Gold | echtes Goldpulver | häufig Messing- oder Glimmerpulver |
| Lebensmittel | nach vollständiger Aushärtung lebensmittelecht; in Japan werden Lackschalen seit Jahrhunderten für Speisen genutzt | nur, wenn der Hersteller es ausdrücklich angibt; sonst als Deko verwenden |
| Pflege | Handwäsche, keine Mikrowelle | Handwäsche, keine Mikrowelle |
| Achtung | frischer Urushi löst starke Hautallergien aus, nur mit Handschuhen arbeiten | Kleber vor dem Aushärten nicht auf die Haut bringen |
Besonders schön wirkt eine goldene Fuge auf ruhigen, erdigen Glasuren, etwa auf Teeschalen und Matcha-Schalen. Mehr über Gefäße und Stile lesen Sie im Ratgeber Japanische Keramik.
Haarriss in der Tasse: Hilft Milch?
Ein altes Hausmittel empfiehlt, Tassen mit Haarriss in Milch auszukochen. Das Milcheiweiß kann den feinen Spalt eine Zeit lang zusetzen, sodass er weniger auffällt und nicht mehr tropft. Eine Reparatur ist das nicht: Der Riss bleibt, und jede Erwärmung kann ihn verlängern. Tassen und Kannen mit Riss sollten Sie deshalb nicht mehr für heiße Getränke verwenden.
Feine Netzrisse nur in der Glasur, Craquelé genannt, sind etwas anderes als ein Riss durch den Scherben. Woran Sie den Unterschied erkennen und warum Keramik überhaupt springt, erklären wir im Ratgeber Haarrisse in Keramik.
Kleberreste von Keramik entfernen
- Frischer Epoxidkleber: mit Isopropanol oder Spiritus abwischen, solange er weich ist.
- Ausgehärteter Epoxidkleber: mit dem Föhn erwärmen, bis er nachgibt, und mit einem Kunststoffschaber oder dem Fingernagel abheben.
- Sekundenkleber: mit acetonhaltigem Nagellackentferner einweichen und abreiben. Eingebrannte Glasur verträgt Aceton, aufgemalte Farben ohne Brand dagegen nicht.
- Keine Klingen aus Metall: Sie hinterlassen auf matten Glasuren graue Abriebspuren. Die entfernen Sie mit einer Paste aus Natron und Wasser.
Wie Sie graue Striche von Messer und Gabel loswerden, lesen Sie im Ratgeber Besteckspuren entfernen.
Wann sich Kleben nicht lohnt
Kleben lohnt sich für Stücke mit Geschichte, für Deko und für Gefäße, deren Fuge weder mit Essen noch mit Hitze oder viel Gewicht belastet wird. In folgenden Fällen ersetzen Sie das Teil dagegen besser:
- Auflaufformen, Backformen und Teekannen mit Riss – Hitze und Temperaturwechsel können sie zerspringen lassen
- Geschirr, das täglich in die Spülmaschine soll
- Teller, auf denen geschnitten wird, und Kindergeschirr
- Steingut mit Abplatzern auf der Innenseite
Scherben und Stücke, die nicht mehr zu retten sind, gehören in den Restmüll, nicht ins Altglas – Einzelheiten im Ratgeber Keramik richtig entsorgen. Ersatz für die Lieblingstasse finden Sie bei unseren Tassen und Bechern aus Steinzeug, günstiger auch als 2. Wahl im Outlet: Stücke mit kleinen Schönheitsfehlern in der Glasur, voll nutzbar, spülmaschinenfest und mikrowellengeeignet. Wie Sie Steinzeug so pflegen, dass es lange hält, steht in unseren Pflegehinweisen.
Häufige Fragen
Welcher Kleber ist der beste für Keramik?
Für Geschirr und schwere Stücke ein langsam härtender 2K-Epoxidkleber: Er ist fest, füllt kleine Spalten und wird wasserfest. Für passgenaue Kleinteile und Figuren reicht Sekundenkleber, für Blumentöpfe ein elastischer Reparaturkleber.
Kann man Keramik mit Sekundenkleber kleben?
Ja, wenn die Bruchkanten genau aufeinanderpassen und das Stück kaum belastet wird, etwa bei Figuren oder Deko. Für Henkel, Teller und alles, was nass oder warm wird, ist Sekundenkleber zu spröde.
Gibt es lebensmittelechten Kleber für Keramik?
Einige Hersteller weisen Kleber nach vollständiger Aushärtung als lebensmittelecht aus, meist mit Einschränkungen. Eine eigene EU-Vorschrift für Klebstoffe im Lebensmittelkontakt gibt es nicht – verlassen Sie sich nur auf eine ausdrückliche Angabe und nutzen Sie das Stück dann für kalte, trockene Speisen.
Ist geklebte Keramik spülmaschinenfest?
Auf Dauer meist nicht. Heißes Wasser, Reiniger und viele Spülgänge schwächen jede Klebefuge, deshalb spülen Sie geklebte Stücke besser von Hand.
Welcher Keramikkleber ist wasserfest?
2K-Epoxidkleber und elastische Polymer-Reparaturkleber sind nach dem Aushärten wasserfest, Silikon ist wasserdicht. Sekundenkleber verträgt dauerhafte Feuchtigkeit schlecht.
Wie lange muss Kleber auf Keramik trocknen?
Sekundenkleber hält nach Sekunden, erreicht seine volle Festigkeit aber erst nach Stunden. Langsam härtender 2K-Epoxidkleber ist nach etwa 12 Stunden belastbar und nach rund 24 Stunden endfest.
Ist Kintsugi lebensmittelecht?
Traditionelles Kintsugi mit Urushi-Lack gilt nach vollständiger Aushärtung als lebensmittelecht. Kintsugi-Sets mit Epoxidharz sind es nur, wenn der Hersteller es ausdrücklich angibt; in die Mikrowelle gehört Kintsugi wegen des Metallpulvers nie.
Darf geklebte Keramik in die Mikrowelle oder in den Backofen?
Nein. Viele Kleber sind nur bis etwa 100 °C beständig; im Backofen wird es deutlich heißer, und auch in der Mikrowelle können heiße Speisen die Fuge stark erwärmen.
Kann man ungebrannten Ton kleben?
Nicht mit Kleber, denn er verbrennt im Ofen. Feuchte, lederharte Teile verbinden Sie mit Schlicker, also angerührtem Ton; bereits gebrannte Keramik kleben Sie wie in der Anleitung beschrieben.
Womit klebt man Porzellan?
Wie Keramik: Gebrauchsgeschirr mit 2K-Epoxidkleber, feine Figuren und passgenaue Bruchkanten mit Sekundenkleber. Mit wertvollem oder antikem Porzellan gehen Sie besser zu einer Restauratorin oder einem Restaurator.







