Wandteller aufhängen und als Wanddeko anordnen
Wandteller hängen Sie mit einem Tellerhalter aus Federdraht, einem Klebeaufhänger oder – wenn der Teller schon eine Aufhängung hat – an einem einzigen Haken auf. Hier lesen Sie, wie Sie eine Gruppe aus Wandtellern mit Papierschablonen planen, welche Befestigung zu welcher Wand passt, welche Anordnungen gut aussehen und wie viele Teller auf welche Wandbreite passen.
Schritt für Schritt: die Wandteller-Gruppe planen
- Auslegen: Teller auf dem Boden anordnen und verschieben, bis die Gruppe gefällt – dann ein Foto machen.
- Schablonen schneiden: jeden Teller auf Packpapier umfahren, ausschneiden und mit Malerkrepp an die Wand kleben.
- Aufhängepunkt markieren: auf jeder Schablone die Stelle einzeichnen, an der Haken oder Öse sitzt.
- Prüfen: aus einigen Schritten Abstand ansehen, Abstände korrigieren und erst dann bohren oder nageln.
- Höhe festlegen: Die Mitte der Gruppe liegt auf Augenhöhe, etwa 150–160 cm über dem Boden.
- Abstand zu Möbeln: Über Sideboard, Sofa oder Tisch bleiben 20–30 cm bis zur Möbeloberkante frei.
Hängen Sie die Gruppe vom mittleren oder größten Teller aus nach außen, nicht von links nach rechts. So bleibt die Mitte dort, wo Sie sie geplant haben, auch wenn ein Abstand am Rand nicht ganz stimmt.
Womit hängt man Wandteller auf?
| Befestigung | Geeignet für | Gut zu wissen |
|---|---|---|
| Tellerhalter aus Federdraht | Teller ohne Aufhängung | Größe passend zum Tellerdurchmesser wählen; Haken mit Kunststoffüberzug schonen Rand und Glasur |
| Klebeaufhänger mit Öse | leichte bis mittelschwere Teller | von vorn unsichtbar; auf die saubere, fettfreie Rückseite kleben und nach Herstellerangabe aushärten lassen |
| Aufhängung auf der Rückseite | Teller, die zum Aufhängen gemacht sind | am einfachsten: ein Nagel oder Haken genügt |
| Tellerbord oder Bilderleiste | Sammlungen, schwere oder wertvolle Teller | Teller stehen statt zu hängen und lassen sich ohne neue Löcher umstellen |
Unser Wandteller mit 28 cm hat bereits eine Aufhängung auf der Rückseite, Sie brauchen also nur einen Haken. Die glänzende Glasur sammelt sich in den Vertiefungen und zeichnet sie kräftiger nach: Kobaltblau wird an den Kanten heller, Rostbraun geht dort in Honigtöne über. So wirkt jeder Teller an der Wand etwas anders.
Welcher Haken für welche Wand?
- Beton, Ziegel, Kalksandstein: Loch bohren, passenden Dübel setzen, Schraube oder Schraubhaken eindrehen.
- Gipskarton im Trockenbau: Hohlraumdübel oder Bilderhaken, die für Gipskarton ausgewiesen sind.
- Putz im Altbau: Bilderhaken mit dünnen, gehärteten Stahlstiften halten im Putz und hinterlassen nur kleine Löcher.
- Ohne Bohren: Bilderleiste oder Klebehaken mit ausreichender Traglast – wiegen Sie den Teller vorher.
Ein Teller aus Steinzeug ist schwerer, als er aussieht. Ein einfacher Nagel im bloßen Putz reicht dafür oft nicht – nehmen Sie im Zweifel Dübel und Schraube.
6 Anordnungen für Wandteller
- Reihe: drei oder fünf Teller auf einer Linie über Sideboard oder Arbeitsplatte.
- Raster: gleich große Teller in gleichen Abständen, etwa 3 × 3 – ruhig und modern.
- Petersburger Hängung: verschiedene Größen dicht um einen großen Teller in der Mitte, wie eine Wolke.
- Bogen: Teller im Halbkreis über Fenster, Tür oder Spiegel.
- Senkrechte Linie: Teller untereinander auf einem schmalen Wandstück zwischen zwei Fenstern.
- Kantenhängung: Oberkanten oder Unterkanten auf einer gedachten Linie – gut für Teller verschiedener Größe über einer Bank oder Kommode.
Halten Sie die Abstände in der ganzen Gruppe gleich, meist 5–10 cm. Teller verschiedener Herkunft wirken zusammen, wenn sie ein gemeinsames Element haben: eine Glasurfarbe, ein Motiv oder eine Form.
Wie viele Teller passen an die Wand?
| Breite von Wand oder Möbel | Teller mit 20–30 cm |
|---|---|
| bis 100 cm | 3–5 |
| 100–150 cm | 5–7 |
| 150–200 cm | 7–11 |
| ganze Wand im Esszimmer | 12 und mehr, als Raster oder Petersburger Hängung |
Als Faustregel nimmt eine Gruppe über einem Möbel etwa zwei Drittel seiner Breite ein. Lieber zwei Teller weniger und gleichmäßige Abstände als eine gedrängte Wand.
Wandteller mit Bildern und Spiegeln kombinieren
Teller passen gut in eine Bilderwand mit Rahmen, Spiegeln und Fotos. Beginnen Sie mit dem größten Element, etwa einem Spiegel oder Bild, und verteilen Sie Teller und kleinere Rahmen darum herum. Halten Sie zwischen allen Elementen ähnliche Abstände. Runde Teller lockern die vielen rechten Winkel der Rahmen auf, die Wand wirkt dadurch leichter.
Welche Teller eignen sich für die Wand?
- Wandteller mit Aufhängung: am einfachsten zu montieren.
- Sammelteller wie Weihnachts- oder Jahresteller – sie wurden für die Wand gemacht. Mehr dazu im Ratgeber Sammelporzellan.
- Erbstücke aus dem Sonntagsservice der Großeltern: an der Wand statt im Schrank.
- Handbemalte oder selbst bemalte Teller, etwa ein Geburtsteller fürs Kinderzimmer – Ideen dafür finden Sie unter Keramik bemalen mit Kindern.
- Teller in einer Farbe und verschiedenen Größen: eine ruhige, moderne Gruppe.
Vorsicht bei wertvollen Stücken: Federdrahthalter können Rand und Glasur verkratzen. Nehmen Sie Halter mit Kunststoffüberzug oder ein Tellerbord, und werfen Sie vorher einen Blick auf die Bodenmarke – der Ratgeber Porzellanmarken erkennen hilft beim Bestimmen. Direkt über dem Herd setzen sich Fett und Dampf ab, dort hängen Teller ungünstig.
Wanddeko aus Keramik für Küche, Esszimmer und Flur
In der Küche hellen Teller in hellen Glasuren die Wand über der Arbeitsplatte auf. Im Esszimmer bildet eine Gruppe über dem Sideboard den Hintergrund für den gedeckten Tisch. Im Wohnzimmer mischen Sie Teller mit Bildern, im schmalen Flur wirkt eine senkrechte Linie. Wer nicht bohren möchte, stellt Teller und Dekofliesen im 4er-Set auf eine Bilderleiste und tauscht sie mit der Jahreszeit.
Wandteller pflegen
Stauben Sie Wandteller alle paar Wochen mit einem trockenen oder leicht feuchten Tuch ab. Dekorative Teller gehören nicht in die Spülmaschine. Prüfen Sie beim Umhängen, ob Halter und Haken noch fest sitzen und ob die Krallen eines Federdrahthalters die Glasur berühren.
Häufige Fragen
Wie hängt man einen Teller ohne Loch auf?
Mit einem Tellerhalter aus Federdraht, der zum Durchmesser passt, oder mit einem Klebeaufhänger mit Öse auf der Rückseite. Ohne Bohren geht es mit einer Bilderleiste.
In welcher Höhe hängt man Wandteller auf?
Die Mitte der Gruppe liegt auf Augenhöhe, etwa 150–160 cm über dem Boden. Über einem Möbel lassen Sie 20–30 cm Abstand.
Welcher Abstand zwischen Wandtellern?
Meist 5–10 cm, und zwar gleichmäßig in der ganzen Gruppe.
Wie ordne ich Teller an der Wand an?
Als Reihe, Raster, Petersburger Hängung, Bogen, senkrechte Linie oder Kantenhängung. Planen Sie die Anordnung vorher mit Papierschablonen an der Wand.
Wie hängt man schwere Teller auf?
Mit Dübel und Schraube oder Schraubhaken, in Gipskarton mit Hohlraumdübeln. Ein Nagel im bloßen Putz reicht für schwere Teller oft nicht.
Wie viele Teller hängt man über ein Sideboard?
Über einem Möbel mit 100–150 cm Breite meist 5–7 Teller. Die Gruppe nimmt etwa zwei Drittel der Möbelbreite ein.
Kann man alte Teller von Oma aufhängen?
Ja. Wertvolle Teller hängen Sie an Haltern mit Kunststoffüberzug auf oder stellen sie auf ein Tellerbord, damit Rand und Glasur nicht verkratzen.







