Zum Inhalt springen

Plastikfrei verpackt Versandkostenfrei ab 69 €

Merkliste

Pflanzen & Töpfe

Geigenfeige: Pflege und warum sie Blätter verliert

PureKeramik Manufaktur · · 7 Min. Lesezeit

Die Geigenfeige-Pflege hat eine Hauptregel: einen sehr hellen Platz ohne Zugluft finden und die Pflanze dort lassen. Ficus lyrata reagiert auf Umstellen, Kälte und zu viel Wasser mit Blattverlust. Hier lesen Sie, wie Sie richtig gießen, welcher Topf die große Pflanze sicher trägt, wie Sie schneiden und vermehren und was braune Flecken und fallende Blätter bedeuten.

Geigenfeige-Pflege auf einen Blick

Die Geigenfeige, auch Leierfeige genannt, stammt aus den tropischen Wäldern Westafrikas, wo sie zu einem großen Baum heranwächst. Im Zimmer wird sie meist 1,5–2,5 m hoch. Ihre ledrigen, kräftig geäderten Blätter werden 30–40 cm lang und erinnern in der Form an einen Geigenkörper. Sie wächst langsam, kann aber bei guter Pflege viele Jahre an einem Platz stehen.

PflegepunktSo geht’s
Lichtsehr hell, gern etwas Morgen- oder Abendsonne; keine pralle Mittagssonne hinter Glas
Temperatur18–24 °C, im Winter nicht unter 15 °C, keine Zugluft
Gießenwenn die Erde 3–5 cm tief trocken ist; dann gründlich
Luftfeuchtigkeitmittel bis höher; Heizungsluft im Winter ausgleichen
Standortwechselmöglichst vermeiden – sie reagiert mit Blattabwurf
ErdeGrünpflanzenerde mit Rinde und Perlite
DüngenMärz bis August alle 2–4 Wochen Grünpflanzendünger
Umtopfenetwa alle 2 Jahre im Frühjahr
GiftigkeitMilchsaft reizt Haut und Schleimhäute; giftig für Katzen und Hunde

Standort: einen hellen Platz finden – und dort lassen

Die Geigenfeige braucht viel Licht: direkt an einem Ost- oder Westfenster oder ein bis zwei Meter von einem Südfenster entfernt. In einer dunklen Ecke wächst sie kaum, verliert ihre unteren Blätter und wird von unten kahl. Die wichtigste Regel lautet: Haben Sie einen guten Platz gefunden, stellen Sie die Pflanze nicht mehr um. Jede Änderung von Licht und Temperatur beantwortet sie mit Blattabwurf. Meiden Sie Plätze neben der Balkontür, die im Winter kalte Zugluft bringt, und direkt am Heizkörper.

Damit die Pflanze gleichmäßig wächst, drehen Sie den Topf einmal im Monat um eine Vierteldrehung. Das ist für sie viel weniger Stress als ein neuer Standort. Kompakter bleibt die Sorte „Bambino“ mit kleineren Blättern – sie passt auch auf ein Sideboard am Fenster.

Geigenfeige gießen: selten, aber gründlich

JahreszeitWie oftSo prüfen Sie
Frühjahr und Sommermeist alle 7–10 TageErde 3–5 cm tief trocken
Herbst und Winteralle 2–3 WochenErde tiefer abgetrocknet, die Pflanze wächst langsamer
  • gründlich gießen, bis Wasser aus den Abzugslöchern läuft
  • nach 15 Minuten das Wasser aus Untersetzer oder Übertopf abgießen
  • zimmerwarmes Wasser verwenden – kaltes Wasser schockt die Wurzeln; normales Leitungswasser ist in Ordnung
  • die großen Blätter alle paar Wochen mit einem feuchten Tuch abstauben, damit sie genug Licht aufnehmen
  • im Winter die Luftfeuchtigkeit mit einem Luftbefeuchter oder einer Schale Wasser erhöhen

Warum verliert die Geigenfeige Blätter?

Blattverlust hat bei der Geigenfeige fast immer eine von vier Ursachen: Umstellen, Zugluft oder Kälte, zu viel Wasser oder zu wenig Licht. Auch direkt nach dem Kauf oder dem Umtopfen wirft sie oft ein, zwei Blätter ab – eine normale Reaktion auf die neue Umgebung. Die Tabelle hilft bei der Diagnose:

AnzeichenHäufigste UrsacheWas tun
plötzlich fallen gesunde grüne BlätterUmstellen, Zugluft, Kältefesten Platz wählen, weg von Balkontür und gekipptem Fenster
braune, weiche Flecken in der Blattmittezu viel Wasser, Wurzelfäule, Pilzbefallseltener gießen, befallene Blätter entfernen, Wurzeln prüfen
braune, trockene Blatträndertrockene Luft oder zu lange TrockenheitLuftfeuchtigkeit erhöhen, regelmäßiger gießen
untere Blätter werden gelb und fallen abzu wenig Licht oder zu viel Wasserheller stellen, Gießabstände verlängern
kleine rötliche Pünktchen an jungen BlätternÖdeme durch ungleichmäßiges Gießenmeist harmlos und verblassend; gleichmäßiger gießen
helle, ausgeblichene FleckenSonnenbrandvor praller Mittagssonne schützen
feine Gespinste, klebrige Blätter oder braune SchildchenSpinnmilben oder SchildläuseBlätter abwischen und abduschen, Pflanze regelmäßig kontrollieren

Braune oder gelbe Blätter werden nicht wieder grün. Schneiden Sie sie ab und beseitigen Sie die Ursache, damit die neuen Blätter gesund bleiben.

Der richtige Topf für die Geigenfeige

Die Geigenfeige ist hoch und hat große Blätter, die bei Zugluft wie ein Segel wirken. Ein schwerer Topf aus Steinzeug hält sie sicher. Wichtig ist zugleich der Wasserabzug, denn Staunässe ist neben dem Umstellen die häufigste Ursache für Blattverlust:

  • Kulturtopf im Übertopf: Unsere großen Pflanzkübel und Übertöpfe aus Keramik sind innen glasiert und haben kein Abzugsloch. Die Geigenfeige bleibt darin in ihrem Kulturtopf aus Kunststoff, der auf 2–3 cm Blähton steht. Überschüssiges Wasser gießen Sie nach 15 Minuten ab oder kontrollieren mit einem Holzstab, ob sich am Boden etwas sammelt.
  • Direkt gepflanzt: nur in einen Topf mit Abzugsloch und Untersetzer, mit Drainageschicht am Boden.
  • Größe: nur 2–4 cm weiter als der bisherige Topf – in zu viel Erde bleibt es unten lange nass, und die Wurzeln faulen.
  • Optik: Ein schlichter, zylindrischer Kübel in ruhiger Farbe betont die skulpturalen Blätter. Den Zylinder-Pflanzkübel gibt es in Terrakotta und Graphit gesprenkelt, den Bodenpflanzkübel in Kohleschwarz und Milchweiß.
GeigenfeigeKulturtopfPassender Topf
„Bambino“ oder junge Pflanze bis 50 cmbis 16 cmÜbertopf 18 cm
60–100 cmbis 23 cmÜbertopf 25 cm
1–1,5 müber 23 cmZylinder-Pflanzkübel 32 cm oder Pflanzkübel 30 cm
über 1,5 m, große Bodenpflanzegroßer KulturtopfBodenpflanzkübel 40 cm

Prüfen Sie vor dem Kauf, ob der obere Rand Ihres Kulturtopfs mit etwas Spiel in den Kübel passt – zum Herausheben beim Gießen und Umtopfen.

Erde, Dünger und Umtopfen

Die Geigenfeige braucht durchlässige Erde: Grünpflanzenerde, gemischt mit Pinienrinde und Perlite. Von März bis August düngen Sie alle zwei bis vier Wochen mit Grünpflanzendünger, im Herbst und Winter nicht. Umgetopft wird etwa alle zwei Jahre im Frühjahr; bei großen, alten Pflanzen reicht es, jedes Frühjahr die oberste Erdschicht durch frische zu ersetzen. Nach dem Umtopfen wirft die Geigenfeige manchmal ein, zwei Blätter ab – das legt sich. Die einzelnen Schritte zeigt der Ratgeber Pflanzen umtopfen.

Geigenfeige schneiden und verzweigen

Ohne Schnitt wächst die Geigenfeige meist als einzelner Stamm nach oben. Wer eine verzweigte, buschige Pflanze möchte, schneidet im Frühjahr, wenn sie wieder zu wachsen beginnt:

  • die Triebspitze knapp über einem Blatt abschneiden – darunter treiben neue Seitentriebe aus
  • eine scharfe, saubere Schere oder ein Messer verwenden
  • austretenden weißen Milchsaft mit Küchenpapier abtupfen
  • Handschuhe tragen, denn der Saft reizt die Haut; besondere Vorsicht gilt bei Latexallergie
  • die abgeschnittenen Spitzen als Stecklinge nutzen

Gut zu wissen: Soll der Stamm nicht gekürzt werden, hilft das Einkerben. Dabei schneiden Sie mit einem scharfen Messer knapp oberhalb eines Blattansatzes eine kleine Kerbe in den Stamm, etwa ein Drittel tief. Das kann die schlafende Knospe darunter zum Austreiben anregen.

Geigenfeige vermehren: Stecklinge und Abmoosen

  • Stecklinge: Im Frühjahr eine 15–20 cm lange Triebspitze mit zwei, drei Blättern abschneiden, den Milchsaft abtupfen und die Schnittstelle einige Stunden antrocknen lassen.
  • Den Steckling in Wasser oder eine feuchte Mischung aus Anzuchterde und Perlite stellen und mit einer durchsichtigen Tüte oder einer Flasche abdecken.
  • Hell, warm und ohne direkte Sonne aufstellen; Wurzeln bilden sich meist nach vier bis acht Wochen.
  • Große Blätter dürfen Sie um die Hälfte kürzen: Der Steckling verdunstet dann weniger Wasser.
  • Abmoosen: Bei großen Pflanzen schneiden Sie im Frühjahr unterhalb eines Blattansatzes die Rinde schräg ein, umwickeln die Stelle mit feuchtem Torfmoos und Frischhaltefolie und binden oben und unten zu. Sind nach einigen Wochen Wurzeln sichtbar, trennen Sie den Trieb darunter ab und topfen ihn ein.

Die Geigenfeige im Winter

  • nicht unter 15 °C, keine kalte Fensterbank und keine Zugluft beim Lüften
  • so hell wie möglich – der Winter ist für die Geigenfeige vor allem ein Lichtproblem
  • nur alle zwei bis drei Wochen gießen und nicht düngen
  • Abstand zum Heizkörper halten und die Luftfeuchtigkeit erhöhen
  • Blattunterseiten auf Spinnmilben kontrollieren, die sich in trockener Heizungsluft schnell vermehren

Ist die Geigenfeige giftig?

Wie alle Ficus-Arten enthält die Geigenfeige einen weißen Milchsaft, der Haut und Schleimhäute reizt. Für Katzen und Hunde gilt sie als giftig: Beim Anknabbern drohen Reizungen im Maul, Speicheln und Erbrechen. Stellen Sie sie so, dass Tiere und kleine Kinder nicht an die Blätter kommen, und tragen Sie beim Schneiden Handschuhe. Eine große, ungiftige Alternative ist die Glückskastanie; wer die großen Blätter mag, findet bei der Monstera eine ebenso dekorative, etwas robustere Pflanze.

Häufige Fragen

Warum verliert meine Geigenfeige Blätter?

Meist wegen Umstellen, Zugluft, Kälte oder zu viel Wasser. Auch nach dem Kauf und nach dem Umtopfen wirft sie oft ein, zwei Blätter ab.

Wie oft muss man eine Geigenfeige gießen?

Im Sommer meist alle 7–10 Tage, im Herbst und Winter alle zwei bis drei Wochen – immer erst, wenn die Erde 3–5 cm tief trocken ist.

Woher kommen braune Flecken auf den Blättern der Geigenfeige?

Weiche braune Flecken in der Blattmitte deuten auf zu viel Wasser oder Pilzbefall, trockene braune Ränder auf trockene Luft oder zu lange Trockenheit.

Wo steht die Geigenfeige am besten?

Sehr hell, etwa an einem Ost- oder Westfenster, ohne Zugluft und nicht direkt an der Heizung. Einmal gefunden, sollte der Platz nicht mehr wechseln.

Wie bringt man die Geigenfeige zum Verzweigen?

Schneiden Sie im Frühjahr die Triebspitze knapp über einem Blatt ab. Alternativ regt eine kleine Kerbe über einem Blattansatz die Knospe darunter zum Austreiben an.

Welcher Topf eignet sich für die Geigenfeige?

Ein schwerer, standfester Topf mit Abzugsloch oder ein Kulturtopf in einem Übertopf, jeweils nur 2–4 cm weiter als der alte Topf.

Ist die Geigenfeige giftig für Katzen?

Ja. Ihr Milchsaft reizt Maul und Schleimhäute; Katzen und Hunde können speicheln und erbrechen.

Wie vermehrt man eine Geigenfeige?

Über Kopfstecklinge mit zwei, drei Blättern, die in Wasser oder feuchter Erde unter einer Abdeckung in vier bis acht Wochen wurzeln, oder bei großen Pflanzen durch Abmoosen.

Produkte aus diesem Ratgeber

Zylinder-Pflanzkübel 32 cm

32 cm, Terrakotta

112,90 €

Bodenpflanzkübel 40 cm

40 cm, Kohleschwarz

137,90 €

Pflanzkübel 30 cm

30 cm, Kohleschwarz

87,90 €

Übertopf 25 cm

26 cm, Sandmatt

57,90 €

Weiterlesen