Foto auf Porzellan: Wie es gemacht wird und was am längsten hält
Ein Foto auf Porzellan hält am längsten, wenn es als keramisches Abziehbild eingebrannt wird: Die Farben verschmelzen dabei mit der Glasur. Sublimation auf beschichteten Tassen ist schneller und günstiger, aber weniger strapazierfähig. Hier lesen Sie, wie die Verfahren funktionieren, was spülmaschinenfest ist, wie Sie Ihr Foto vorbereiten und worauf es bei Grabbildern und Firmentassen ankommt.
Foto auf Porzellan: die Methoden im Vergleich
Ob ein Foto jahrelang hält oder nach einigen Spülgängen verblasst, hängt vom Verfahren ab. Die gängigen Methoden im Überblick:
| Methode | So funktioniert es | Haltbarkeit | Typisch für |
|---|---|---|---|
| Eingebranntes Abziehbild (Aufglasur) | Motiv mit keramischen Farben auf Abziehbildpapier gedruckt, auf die glasierte Oberfläche aufgebracht und bei etwa 750–950 °C eingebrannt | sehr hoch: Die Farben verschmelzen mit der Glasur | Tassen, Teller, Grabbilder, Firmengeschirr |
| Eingebranntes Abziehbild (Inglasur) | wie oben, aber bei höherer Temperatur, sodass die Farben in die Glasur einsinken | am höchsten, auch gegen Abrieb | stark beanspruchtes Geschirr |
| Sublimation | Motiv mit Sublimationstinte gedruckt und mit einer Transferpresse bei rund 200 °C in eine Polymerbeschichtung der Tasse übertragen | gut, hängt von der Beschichtung ab; häufiges Spülen in der Maschine kann die Farben mit der Zeit schwächen | Fototassen als Einzelstück, kleine Mengen |
| UV-Druck oder Folie | Druck oder Aufkleber auf der Oberfläche, ohne Brand | am geringsten | Deko-Objekte, die nicht gespült werden |
| Laser | Laser verändert die Oberfläche oder schmilzt eine aufgetragene Markierungsschicht auf | dauerhaft, meist einfarbig | Logos, Schriftzüge, Strichzeichnungen |
Kurz gesagt: Für ein Geschenk, das täglich benutzt wird, ist ein eingebranntes Motiv die sicherste Wahl. Sublimation lohnt sich, wenn es schnell gehen soll und die Tasse eher geschont wird.
So wird ein Foto eingebrannt
- Das Foto wird digital aufbereitet: Ausschnitt, Kontrast, gegebenenfalls Retusche.
- Das Motiv wird mit keramischen Farben auf ein mit Dextrin oder Wachs beschichtetes Papier gedruckt, in der Serie meist im Siebdruck.
- Das Abziehbild wird in Wasser eingeweicht, löst sich vom Trägerpapier und wird auf das glasierte Stück geschoben.
- Mit einer Gummirakel wird das Wasser unter dem Bild herausgedrückt, damit keine Blasen bleiben.
- Im Brennofen verschmelzen die Farben mit der Glasur; danach ist das Motiv glatt und fest mit dem Porzellan verbunden.
Industriell werden Abziehbilder auch maschinell mit einem beheizten Silikonstempel aufgebracht. Die Technik des Übertragens gedruckter Motive auf Keramik ist alt: Erfunden hat sie im 18. Jahrhundert der Kupferstecher Simon François Ravenet, im späten 19. Jahrhundert wurden Abziehbilder zur Mode. Seitdem sind gedruckte Dekore auf Porzellangeschirr weit verbreitet – heute auch mit dem eigenen Foto.
Mit Gold- oder Platinfarben dürfen eingebrannte Motive nicht in die Mikrowelle. Ohne Edelmetall sind sie in der Regel spülmaschinen- und mikrowellengeeignet; Aufglasurfarben können bei sehr häufigem Spülen über die Jahre etwas matter werden.
Sublimation: Fototassen schnell und günstig
Bei der Sublimation entsteht das Bild nicht in der Glasur, sondern in einer Kunststoffbeschichtung auf der Tasse. Die Tinte geht unter Hitze und Druck in den gasförmigen Zustand über und dringt in die Polymerschicht ein. Gängige Sublimationsfarben reagieren ab etwa 175 °C; empfohlen werden meist knapp 200 °C und mehr.
- Vorteil: Einzelstücke und kleine Mengen sind schnell und preiswert möglich, Fotos wirken brillant.
- Nachteil: Ohne die spezielle Beschichtung funktioniert es nicht, und die Beschichtung ist empfindlicher als eine eingebrannte Glasur.
- Pflege: Spülen Sie Sublimationstassen am besten von Hand; ob sie in die Spülmaschine dürfen, steht beim Anbieter.
Laser und UV-Druck: wann sie passen
Beim Laserbeschriften von Keramik verändert der Laser entweder die Oberfläche selbst, oder er verschmilzt eine vorher aufgetragene Markierungsschicht mit dem Untergrund. Das Ergebnis ist dauerhaft, aber meist einfarbig – ideal für Logos, Namen, Daten und Strichzeichnungen, weniger für farbige Familienfotos.
UV-Druck und Aufkleber kommen ohne Brand aus. Sie eignen sich für Deko-Objekte wie Wandteller oder Fliesen, die nicht gespült werden. Für Tassen, Teller und alles, was regelmäßig in die Spülmaschine kommt, sind sie die schwächste Lösung.
Das Foto richtig vorbereiten
| Punkt | Worauf Sie achten |
|---|---|
| Auflösung | so hoch wie möglich; als Faustregel 300 dpi in Druckgröße. Ein scharfes Handyfoto reicht meist, wenn es nicht stark vergrößert wird. |
| Ausschnitt | Rand lassen: Auf der Rundung der Tasse und neben dem Henkel verschwindet ein Teil des Bildes. |
| Licht und Kontrast | helle, kontrastreiche Aufnahmen wirken besser als dunkle Innenaufnahmen. |
| Hintergrund | ruhiger Hintergrund erleichtert das Freistellen und ovale Ausschnitte, etwa für Grabbilder. |
| Texte | Namen und Daten in der Bestellung angeben, damit eine gut lesbare Schrift gewählt werden kann. |
| Dateiformat | Original ohne starke Komprimierung senden, nicht das Bild aus einem Messenger. |
Porzellanbilder für das Grab
Seit es die Fotografie gibt, tragen manche Grabmale ein Porträt der verstorbenen Person. Für Grabbilder auf Porzellan wird das Foto als Abziehbild mit keramischen Farben auf eine Porzellanplatte aufgebracht und eingebrannt. Weil die Farben anorganisch und fest mit der Glasur verbunden sind, halten sie Sonne, Regen und Frost viele Jahre stand.
- Klären Sie vorab mit der Friedhofsverwaltung, ob Bilder am Grabmal erlaubt sind – die Friedhofssatzung regelt die Gestaltung.
- Wählen Sie eine typische Form: oval, rund oder rechteckig, in einer Größe, die zum Stein passt.
- Alte oder beschädigte Fotos lassen sich vor dem Druck digital retuschieren; früher waren Grabbilder sepiafarben oder schwarz-weiß, heute sind sie meist farbig.
- Lassen Sie das Bild vom Steinmetz oder nach Anleitung des Herstellers befestigen, damit es fest und dicht sitzt.
Fototasse oder Firmentasse bestellen: Checkliste
- Fragen Sie nach dem Verfahren: Eingebrannt hält am längsten.
- Lassen Sie sich bestätigen, ob die Tasse spülmaschinen- und mikrowellengeeignet ist; Motive mit Gold- oder Platinfarben gehören nicht in die Mikrowelle.
- Fragen Sie bei Tassen und Tellern nach Farben, die die EU-Grenzwerte für Blei und Cadmium einhalten, besonders wenn das Motiv bis an den Trinkrand reicht. Hintergründe im Ratgeber Blei und Cadmium in Keramik.
- Bestellen Sie bei größeren Mengen zuerst ein Muster zur Freigabe.
- Planen Sie bei Geschenken genug Vorlauf ein, besonders vor Weihnachten.
Wer lieber selbst gestaltet: Mit Porzellanfarben für den Backofen lassen sich Motive malen, die allerdings weniger strapazierfähig sind als eingebrannte Keramikfarben. Anleitungen finden Sie in den Ratgebern Keramikfarben und Tasse bemalen.
Logo ohne Druck: Prägung im Ton oder in der Glasur
Wir drucken keine Fotos, bieten Firmen, Cafés und Hotels aber eine besonders dauerhafte Alternative für das eigene Logo: die Prägung im Ton oder in der Glasur. Ein geprägtes Logo kann weder verblassen noch abgerieben werden und übersteht auch die Gastro-Spülmaschine.
- Tasse mit Logo ab 24 Stück: 24 × 22,90 € = 549,60 €, inklusive Logo-Stempel
- 15 % Rabatt ab 24 Stück eines Produkts aus dem Sortiment
- Musterstück zur Freigabe vor der Produktion; ab 48 Stück ist der Entwurf des Logostempels kostenlos
- Angebot innerhalb von 2 Werktagen, Produktion der Serie 4–6 Wochen ab Freigabe
- Glasuren vorab testen mit der Glasurmuster-Box mit 9 Glasuren für 12,90 €
Ideen für Firmengeschenke finden Sie im Ratgeber Weihnachtsgeschenke für Kunden und Mitarbeiter.
Häufige Fragen
Wie kommt ein Foto auf Porzellan?
Am dauerhaftesten als keramisches Abziehbild: Das Motiv wird mit keramischen Farben gedruckt, auf das glasierte Porzellan geschoben und eingebrannt. Schneller und günstiger ist Sublimation auf speziell beschichteten Tassen.
Ist eine Fototasse spülmaschinenfest?
Mit eingebranntem Motiv in der Regel ja. Bei Sublimationstassen hängt es von der Beschichtung ab; häufiges Spülen in der Maschine kann die Farben mit der Zeit schwächen, deshalb besser von Hand spülen.
Darf eine Fototasse in die Mikrowelle?
Wenn das Motiv kein Gold oder Platin enthält, meist ja. Edelmetallfarben können in der Mikrowelle Funken schlagen. Im Zweifel gilt die Angabe des Herstellers.
Was ist besser: Sublimation oder Einbrennen?
Für Tassen und Teller im täglichen Gebrauch das Einbrennen, weil die Farben mit der Glasur verschmelzen. Sublimation ist günstiger und schneller, die Beschichtung aber empfindlicher.
Welche Auflösung braucht ein Foto für eine Tasse?
Als Faustregel 300 dpi in Druckgröße. Ein scharfes Handyfoto im Original reicht meist; Bilder aus Messengern sind oft zu stark komprimiert.
Wie lange hält ein Porzellanbild auf dem Grab?
Eingebrannte Porzellanbilder halten Sonne, Regen und Frost viele Jahre stand, weil die keramischen Farben fest mit der Glasur verbunden sind. Ob Bilder erlaubt sind, regelt die Friedhofssatzung.
Druckt PureKeramik Fotos auf Tassen?
Nein. Für Firmen, Cafés und Hotels bieten wir Logos als Prägung im Ton oder in der Glasur an – ab 24 Stück, mit Musterstück zur Freigabe vor der Produktion.







